Aktuelle Wocheninformation

Hier finden Sie den projektbezogenen Bericht zu unserer aktuellen Arbeit.
Hinweise zu nicht erklärten Fachausdrücken finden Sie in unserem Orgelbaulexikon (pdf).


Zum letzten mal geändert am 18.02.2024


Meist am Wochenende erhalten Sie hier neueste Bilder und Informationen über unsere laufenden Projekte. Vielleicht arbeiten wir ja an einem Projekt in Ihrer Nähe, dann besuchen Sie uns doch einmal. Dieses Besuchsangebot versteht sich natürlich auch für unsere Kollegen. Wir haben keine Geheimnisse und fördern den Dialog, um als Ergebnis gute Orgeln zu erhalten.




Nikolaikirche in Isny



Sanierung mit Klangumbau der Gebr. Link-Orgel




Die Link-Orgel in der Nikolaikirche Isny, Bj. 1961-62




Disposition:





Hauptwerk:


Disposition folgt



Schwellwerk:


Disposition folgt


Pedalwerk:


Disposition folgt



Koppeln:


I-Pedal, II-Pedal, II-I



Woche 7




Für die Verlängerungen der Pfeifenkörper werden die Bretter zugeschnitten, genutet und ...






... verleimt.






Hier sieht man die vorbereiteten Körper, bereits in Form.






Jetzt gibt es Späne. Der Hobel pfeift an der Werkbank. Die Orgelbauer bevorzugen die gehobelte Oberfläche. Sie ist schön anzusehen und anzufassen. Gerade auch weil die alten Pfeifenteile ebenso gehobelt wurden, bietet sich diese Art der Oberflächenbehandlung an.






Seidig glänzen die zur Verleimung bereitliegenden Verlängerungen.






Fertig: Die Pfeifen sind angelängt, Mit Stimmschlitzen versehen, aufgeschnitten und vorintoniert. Es tönt in der Werkstatt.






Im Wald hingegen ist es still. Die Vögel zwitschern, ein Eichelhäher mosert ob der Eindringlinge. Gilbert Scharfe erhält einen Anruf vom Förster: Gefällte und gerückte Kiefernstämme warten auf ihre Begutachtung durch die Orgelbauer. -Tatsächlich kommen ein paar Stämme für die Verarbeitung im Orgelbau und in der angegliederten Tischlerei in Frage. Also werden sie gekauft und ...






... aufgeladen. Bis zum Wochenende sind sie bereits an die Säge von Sägewerker Christian Schwarz transportiert. In der kommenden Woche werden sie nach den Angaben der Orgelbauer eingeschnitten. Firmenchef Gilbert Scharfe ist zufrieden: Kurze Wege, gutes Material, Wertschöpfung in der Region. So passt das!





Woche 6




Die ehemalige Waldflöte 4' aus dem Kleinpedalwerk wird zu einem 8-füßigen Register umgebaut. Zunächst müssen die ...






.. krumm sitzenden Pfeifenfüße entfernt und die Bohrungen in den Kernen ausgespundet werden. Hierfür werden passgenaue Füllstücke hergestellt. Anschließend werden die Fußlochbohrungen neu angebracht.






Neue Pfeifenfüße aus Hainbuche werden für das Register hergestellt. In der Zwischenzeit beginnt Gilbert Scharfe damit, die ersten Probetöne zu erstellen. Daher brummt und hupt es in der Werkstatt manchmal seltsam, was oftmals irritierte Blicke vorrübergehender Spatziergänger provoziert.






Das Holzlager leert sich ja bekanntlich bei jedem Auftrag. Also muss stets die Lagerung und die Trocknung neuen Materials im Auge behalten werden. Hier wurden gerade die frisch eingeschnittenen Kiefernstämme vom Sägewerk geholt. Umgehend werden sie ...






... im Holzlager aufgehölzelt, damit sie trocknen können. Bei den Kiefern ist schnelles Arbeiten gefragt. Es besteht die Gefahr von Blaufäule, wenn die Stämme zu lange liegen. Manchmal reicht ein Tag mit Gewitterlage schon aus, diesen Prozess auszulösen. Daher müssen alle Rädchen ineinander greifen. Vom Transport des Holzes aus dem Wald über das Sägewerk bis hin zur Einlagerung in unserem Holzlager. Alle Bretter sind nach diesem Prozess katalogisiert. So kann später vom Rechner aus der Bestand erfragt werden. Diese Hölzer hier sind jedoch nicht für die Verarbeitung für den Auftrag in Isny geeignet. Sie müssen erstmal noch trocknen. Das dauert pro eingeschnittene Holzstärke in cm ca. 1 Jahr. Ein Brett mit 30mm dicke trocknet somit über den Zeitraum von 3 Jahren.





Woche 5




Ortswechsel: Die Orgelbauer fahren nach Isny und richten ihren Arbeitsplatz ein. Zunächst gilt es, die Arbeiten in Zeiträume aufzuteilen und eine Strategie für einen geordneten Ablauf zu entwickeln. Hierbei stellt sich heraus, dass es sinnvoll ist, zunächst mit der Windlade des Kleinpedal zu beginnen. Wie man auf dem Foto sieht, gibt es in diesem Werk viele hoch liegende Register. Diese sollen nach der Bearbeitung grundtöniger klingen. Um dies zu ändern werden zunächst alle Pfeifen des Werkes ausgebaut und eingelagert.






Ein erklecklicher Teil tritt die Reise nach Bünzwangen in unsere Werkstatt an. Hier werden die Umbauarbeiten Registerweise vorgenommen. Außerdem muss eine neue Posaune 16' hergestellt werden. Viel Arbeit also, die nicht vor Ort erledigt werden kann. Hier sieht man schon teilweise leergeräumte Windstöcke. In jedem sichtbaren Loch stand eine Pfeife.






Ein weiterer Teil der Pfeifen verbleibt in der Kirche. Auf den Arbeitsplatten werden sie ausgebreitet und sortiert, danach sicher verpackt.