Unsere Holzwirtschaft

 

"Zu Fällen einen schönen Baum, braucht's eine halbe Stunde kaum. Zum wachsen, bis man ihn bewundert, dauert's Mensch bedenk es, ein Jahrhundert!" (Sprichwort)

 
 
G. Scharfe beim Holzeinschlag

Da bei einem Orgelneubau die Holzverarbeitung etwa 70% der Beschäftigung ausmacht, legen wir auf die Holzqualität besonderen Wert. Seltene Holzarten für Klein- und Zierteile schlagen wir oft auch selber ein, um auf den richtigen Zeitpunkt Einfluss zu nehmen.

Mobilsäge

Ein Birnenstamm (mondgeschlägert) wird unserem Wunsch entsprechend in Bretter aufgesägt. Hieraus entstehen später einmal Mechanikkleinteile.

Mobilsäge

Hier sieht man das Aufsägen einer wunderschönen Waldkirsche. Wir machen daraus schöne Spieltischverkleidungen und Zierteile.

Mobilsäge

Unser Sägewerker heißt Andreas Mühlhäuser. Er kommt zu uns auf Bestellung. In seinem Beisein besprechen wir, wie das Holz aufgesägt wird und wie wir den Stamm am sinnvollsten ausnützen. Durch diese behutsame Methode wird gewährleistet, daß mit dem wertvollen Rohstoff Holz verantwortungsvoll umgegangen wird.

Birnbaumstamm

Dom François Bedos de Celles (1709-1779) schreibt in seinem Buch "Die Kunst des Orgelbauers" zum Thema Materialauswahl auf Seite 157 folgendes:"...In einer Orgel ist alles zu gebrauchen; was für einen Zweck ungeeignet ist, kann an anderer Stelle verwendet werden."

Wir verarbeiten das Holz entsprechend seiner Eigenschaften und Bestimmung. Hier ein paar Beispiele:

  • Gehäuse: Eiche (am besten), Kiefer, Fichte
  • Tragwerke: Kiefer, Fichte, Eiche
  • Windladen: Eiche, Weihmouthskiefer
  • Holzpfeifen: Fichte, Kiefer, Ahorn, Birnbaum, Hainbuche, Eiche
  • Tonmechanikteile: Birnbaum, Elsbeere, Fichte, Ahorn, Hainbuche, Eiche
  • Registermechanikteile: Ahorn, Eiche, Robinie (Akazie), Nußbaum
  • Wellenbretter: Kiefer, Ahorn, Birnbaum, Eiche, Hainbuche, Fichte
  • Windversorgung: Kiefer, Eiche, Fichte

 
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