Begeben Sie sich einmal in die Nähe der Süßener Orgel.

 
 

Mit dem nachfolgenden Fotoalbum wird Ihnen eine Reise ins Innere einer neuen Orgel ermöglicht. Es soll Ihnen Einblicke gewähren, die einem sonst durch das geschlossene Gehäuse verwehrt bleiben.

Die Bilder sind der Übersicht halber etwas größer gehalten als sonst auf unserer Seite. Deshalb kann es je nach Einstellung sein, daß Sie ein wenig scrollen müssen.

 
 

Disposition:

Hauptwerk:

Schwellwerk:

Pedalewerk:

 
 
Der Spielschrank

Blick vom Altar in Richtung Orgel

Setzer

Das Orgelgehäuse wurde vom Süßener Organist und Architekten, Daniel Keller entworfen. Es enthält Anleihen vom Aussehen der Vorgängerorgel (das mittlere Prospektfeld stellt die aufgehende Sonne dar) sowie neue und freie Elemente. Musik besteht aus Schwingungen und Wellen. Dies spiegelt sich auch an so manchem Element des Gehäuses wieder.

Der Spielschrank

Um die klaren Formen nicht zu stören, wurde ein aufwändiges Herstellungsverfahren für die Rundungen gewählt. Die Korpusse sind massiv gemauert und mit einem dicken Sägefurnier verleimt. Die Profilstäbe wurden im Dampfbiegeverfahren geformt und aufgeleimt. Das gesamte Gehäuse besteht ausnahmslos aus Massivholz heimischer Produktion. Die hochwertige Oberfläche wurde durch Beschichten mit Heißöl und Heißwachs erzielt.

Setzer

Auch der passende Notenschrank wurde von der Bünzwanger Orgelbauwerkstätte angefertigt und eingebaut.

Der Spielschrank

Die Spielnische lädt zum Orgelspiel ein.

Setzer

Eine elektronische Registrierhilfe, der Setzer. Er erleichtert dem Organisten das Abspeichern von Registerkombinationen.

Setzer

Hinter der Pedalfüllung am Spieltisch verbirgt sich das Koppelwellenbrett. Etliche Drähte, Abstrakten, Mütterchen, Wellen und sonstige Mechanikteile machen den Spieltisch zu einem aufwändigen Bauteil, das es im wahrsten Wortsinn " in sich " hat.

Der Spielschrank

Ein Wellenbaum der Registermechanik. Hier werden die einzelnen Befehle des Organisten zum Registerwechsel an die Schleifen weitergegeben.

Der Spielschrank

Ein Schwertlager. Die Schwerter aus Eichenholz übertragen die Kraft der Registerzüge auf die Schleifen. Die Schleifen sind Lochleisten, ebenfalls aus Eichenholz. Damit sie gut gleiten, sind sie mit Graphit geschwärzt.

Setzer

Blick auf die Koppelwippen der Subkoppel. Sämtliche hölzernen Mechanikteile werden in der eigenen Werkstätte gefertigt. Alle Lagerstellen werden bombiert, damit sehr geringe Reibungswerte erreicht werden.

Der Spielschrank

Die Abstrakten, so nennt der Orgelbauer die Zugruten aus Fichtenholz, müssen exakt laufen können. Deshalb werden sie durch einen "Rechen" geführt.

Der Spielschrank

Auch das Schwellwerk benötigt ein Wellenbrett. Es wurde Kiefernholz für die Rahmen verwendet. Die Ärmchen sind aus Birnbaum und die Wellen selbst aus feinem Fichtenholz.

Der Spielschrank

Ein Blick ins Innere: Vor dem Betrachter liegt der Stimmboden für Hauptwerk und Pedal. Linker Hand sind die Hauptwerkswindladen und das große Hauptwerkswellenbrett zu sehen.

Setzer

Öffnet man einen Spunddeckel, so kann man in den Windkasten mit den Ventilen sehen. Über dem geöffnetem Ventil zeigt sich der Ventilschlitz.

Setzer

Solcherlei Kupferkondukten leiten den Wind an entlegene Stellen. Hier wird das Pedalregister "Oktavbaß 8 " in den Prospekt geführt.

Setzer

Der Kanaltremulant liegt eingebettet in einem Holzkasten. Im Innern schwingt eine Holzklappe im Wind und erzeugt so einen bebenden Ton.

Der Spielschrank

Nach guter, alter Manier werden die Windkanäle mit Keilverschlüssen zusammmen gehalten.

Setzer

Selbst an einem Stoßfängerbalg zeigt sich die handwerkliche Verpflichtung.

Setzer

Eine hölzerne Treppe führt den Orgelbauer vom Hauptwerk hinauf in das Schwellwerk.

Der Spielschrank

Das Pfeifenwerk des Hauptwerkes aus der Vogelperspektive.

Setzer

Dicht gedrängt aber wohlgeordnet steht das Pfeifenmaterial des Schwellwerkes an seinem Platz.