Begeben Sie sich einmal in die Nähe der Eislinger Orgel.

 
 

Mit dem nachfolgenden Fotoalbum wird Ihnen eine Reise ins Innere einer neuen Orgel ermöglicht. Es soll Ihnen Einblicke gewähren, die einem sonst durch das geschlossene Gehäuse verwehrt bleiben.

Die Bilder sind der Übersicht halber etwas größer gehalten als sonst auf unserer Seite. Deshalb kann es je nach Einstellung sein, daß Sie ein wenig scrollen müssen.

 
 

Großes Bild

Hier können Sie das Bild vergrößert sehen. Schnell geht's, wenn Sie die ausdruckbare Datei einfach herunterladen (256 KB).

Der Spielschrank

Der Spielschrank - Arbeitsplatz des Organisten

Koppelwellenbrett

Wenn man die Pedalfüllung unter den Klaviaturen herausnimmt, bietet sich einem dieser Anblick des Koppelwellenbrettes.

Koppeleinschaltung

Dies sind die Tritte für die Koppeleinschaltung.

Koppelwippen

Speziell geformte Koppelwippen im Spieltisch garantieren leichte Spielbarkeit auch im gekoppelten Zustand.

Notenpultfüllung herausgenommen

Wenn die Notenpultfüllung herausgenommen wird, kann man alle Abstraktenlängen zu den Tasten regulieren. Dies ist möglich, ohne Werkzeug zu benutzen.

Registerknöpfe

An den Manubrien (Registerknöpfe) kann der Organist die Klangfarben wählen.

Frösche

Diese Mechanikteile heißen im Fachjargon "Frösche". An dieser Stelle kann man die Stellung der Tasten vom ersten Manual regulieren. Die dahinterliegenden Winkel sind für das II. Manual zuständig.

Stecher

Solche "Stecher" befinden sich unter dem Laufboden. Sie übertragen die Kraft von den Pedaltasten auf das Wellenbrett.

Winkelbalken

Dieser Winkelbalken lenkt die waagerechte Mechanik vom Spieltisch kommend auf das Wellenbrett um. Auch solche Kleinteile werden bei uns selber hergestellt.

Regulierstelle für das Pedal

Hier sieht man die Regulierstelle für das Pedal. Die Länge der Stecher kann anhand eines feinen Gewindes einfach von Hand verstellt werden.

Ventile

Unsere Ventile werden mit höchster Präzision hergestellt. Ihnen kommt doch eine wichtige Funktion zu. Ihre Befestigung allerdings erfolgt nach einer alten Machart, die schon in der Barockzeit gang und gäbe war. Man nennt diese Art "die Ventile anschwänzen".

Windkasten

Noch ein Blick in den Windkasten: Die Mechanik wird durch ausgetuchte Bleischeiben geleitet, um die Windlade dicht zu halten. Im Hintergrund sitzen die Ventilfedern. Sie halten die Ventile an ihrem Sitz.

Öffnungen der Windladen

Die Öffnungen der Windladen müssen aus unserer Sicht stets zugänglich sein. Damit im Falle eines Falles immer alles schnell erreichbar ist, legen wir großen Wert darauf ohne Werkzeug auszukommen. Hier wird der Gehäusespund herausgenommen.

Scharnier

Ein langer Stahldorn bildet das Scharnier der Spieltischtüren. Obenauf eine gedrechselte Kugel.

Holzscharniere

Erstmals wurden solche Holzscharniere von uns gemacht. Sie bestechen in ihrer Funktion und Optik und sind wahrscheinlich ein Novum im Orgelbau.

Untergehäuse

Das massive Untergehäuse geht in einem sanften Schwung in das Obergehäuse über. Bei der Holzauswahl achten wir darauf, heimisches Holz zu verwenden. Das ganze Gehäuse wurde ohne Plattenmaterial gefertigt. An keiner Stelle wurde Furnier verwendet. Die Oberfläche ist mit Heißöl und Heißwachs behandelt und anschließend poliert.

Keilverschlüsse

Keilverschlüsse. Sie finden sich in der ganzen Orgel. Das Gehäuse wird genauso damit verbunden, wie in diesem Bild, die Windkanäle.

Windkanäle

Windkanäle werden bei uns aus heimischer Kiefer gefertigt. Ihre Kröpfungen machen wir strömungsgünstig mit sogenannten Achtelskröpfen. Das Rollventil regelt die Zufuhr von frischem Wind. Es sitzt unten am Motorkasten.

Kanaltremulant

Einer von insgesamt zwei Kanaltremulanten. In diesem Kästchen befindet sich eine Klappe, die mit einem Gewicht beschwert, im Windstrom auf- und zugeht. Dadurch wird der Wind in Bebung versetzt.

Registermechanik

So sieht die Registermechanik des I. Manuals aus. Dieser Wellenbaum befindet sich hinter der Staffelei mit den Registerzügen.

Registermechanik des II. Manuals

Die Registermechanik des II. Manuals. All diese Stangen und Wellen können vom Organisten mit den Registerzügen bewegt werden.

Zimbelstern

Ein Zimbelstern. Als Delikatesse selten eingesetzt, sorgt er an Weihnachten zum letzten Vers bei der Kirchengemeinde für feuchte Augen. Solcherlei Spielregister stammen aus der Barockzeit und dürfen eigentlich als zusätzlicher Luxus gelten.

Holzpfeifen

Die Holzpfeifen im Innern sind mit Gratleistchen angehängt. Somit sitzten sie sicher an ihrem Platz und wenn die Pfeife ins Schwingen kommt, entstehen keine Klappergeräusche.

Pfeifenwerk

Das Pfeifenwerk des I. Manuals. Gut erkennbar sind die vielfältigen Bauarten, die eine ebensolche Klangfarbe ermöglichen.

Pfeifen des II. Manuals

Die Pfeifen des II. Manuals sind anders angelegt und geben mit ihrer Färbung das Echo zum I. Manual.