Die Situation des Orgelbaus in Deutschland zu Beginn des 21. Jahrhunderts

Gastbeitrag von Dr. Martin Kares

Eine gewagte These zum Einstieg: Der deutsche Orgelbau hat mit der Jahrtausendwende seinen Zenit überschritten: Schätzte der Bund deutscher Orgelbaumeister 1998 noch, dass es in Deutschland knapp 2.400 Beschäftigte in etwa 200 Orgelbaubetrieben gab, geht er aktuell nur noch von 2.200 Beschäftigten aus. Im gleichen Zeitraum sank das Brutto-Auftragsvolumen von 100 auf etwa 90 Millionen Euro. Im internationalen Vergleich ist dies dennoch nach wie vor viel. Das Nachbarland Frankreich etwa erreicht nur etwa 15% zum Beispiel der Beschäftigtenzahlen.

Noch sind die deutschen Orgelbauer Export-Weltmeister. 20-25% des Auftragsvolumens geht an ausländische Kunden - wobei allerdings die großen Orgelteile-Zulieferer hier den weitaus größten Teil des Aufträge einfahren. So manche Orgel auf dem nordamerikanischen Kontinent wurde zwar vollständig in fränkischen Werkstätten hergestellt, trägt jedoch das Orgelbauer-Namensschild eines lokalen Vertriebsmannes, der anschließend bestenfalls für den Service gerade steht. Besonders kleinere Orgelbaubetriebe sind dagegen vollständig auf den innerdeutschen Markt angewiesen.

Weitere knapp 10% des Auftragsvolumens entfallen auf staatliche oder kommunale Auftraggeber. Gut 2/3 des zu verteilenden Auftragkuchens backen jedoch die Kirchen. Hier wird deutlich, weshalb in vielen Orgelbauwerkstätten zurzeit Krisenstimmung herrscht: Alle Diözesen und Landeskirchen haben angesichts der lang anhaltenden Wirtschaftsschwäche und dem Damoklesschwert einer vorgezogenen Steuerreform größte Schwierigkeiten, ihre Haushalte auszugleichen. Wartungskosten für Orgeln gelangen in das Visier von kirchlichen Rechnungsämtern und Finanzexperten, es werden feste Wartungssätze vorgeschrieben, die Vergabe von preisgünstigerer Sammelwartungsverträge wird geprüft. Die Einsparungen bei Wartung, Pflege und Unterhalt treffen viele Betriebe doppelt, ist es doch ein offenes Geheimnis, dass Orgelneubauten häufig mit kräftigen Überschüssen aus dem Pflegebereich subventioniert werden.

Mehr noch: In den Kirchengemeinden kopiert man einerseits die Fundraising-Konzepte von Orgelfördervereinen zur Finanzierung von Aktivitäten, die plötzlich nicht mehr aus dem Etat gezahlt werden können - mit der Folge, dass die selbe Kuh sich nicht zweimal melken lässt -, oder es ist plötzlich die gleiche allgemeine lähmende Verunsicherung zu spüren, die in weiten Teilen der Gesellschaft schon seit einiger Zeit zu beobachten ist: Anstehende Projekte werden immer wieder verschoben, die Bereitschaft für längerfristige Bindungen und Anstrengungen sinkt - mit fatalen Auswirkungen auf Orgelfördervereine oder Orgelbauverträge mit mehrjähriger Laufzeit.

Zuweilen scheint es, dass den deutschen Orgelbaufirmen schleichend die Kompetenz für den Bau großer Konzertorgeln abhanden kommt - zumindest wenn man den Ausführungen zahlreicher der meist professoralen Orgelgrößen und ihrer Adepten lauscht. Kaum eine Großorgel in deutschen Hochschulen und Domen, bei deren Ausschreibung zum Neubau man sich nicht des Eindruckes erwehren konnte, dass einheimische Orgelbaufirmen nur noch Feigenblattfunktion innehatten - vor allem Firmen aus der Schweiz, aus Österreich und Skandinavien genossen die Gunst der Stunde. Die aktuellen Trendsetter suchen das neueste Orgelheil sogar jenseits des Atlantiks. Die Entwicklung gipfelte bislang darin, dass der Vorstand des Bundes Deutscher Orgelbaumeister bereits zweimal alle evangelischen und katholischen Bischöfe schriftlich aufforderte, sich für die Vergabe von Orgelbauaufträgen ausschließlich an heimische Bewerber zu verwenden.

Hat die Unterstellung, neuzeitlicher Orgelbau in Deutschland habe sich doch eher zum Provinziellen entwickelt, einen realen Hintergrund? Mit den Umbrüchen in der Weltwirtschaft und der Globalisierung werden tatsächlich Werte, Leistungen und Errungenschaften traditionellen Handwerkertums in Frage gestellt, die gerade in Deutschland einen hohen Ausbildungs- und Qualitätsstandard sicherstellten und die das Qualitätssiegel „Made in Germany” prägten.

Bisher konnte man die Orgelbauwerkstätten in Deutschland in drei Hauptkategorien einteilen:

Traditions-Betriebe: Viele Orgelbaubetriebe hierzulande sind traditionell streng hierarchisch strukturiert. Es gibt eine häufig unumstößliche Rang- (und Hack)ordnung: Oben der Chef, dann die Altmeister und Altgesellen, am Ende Junggesellen und Lehrlinge. Aufstiegsmöglichkeiten und Einfluss im Betrieb verhält sich proportional zur Dauer der Zugehörigkeit - junge Talente laufen gegen Wände. Auch Besonderheiten unserer Sozialgesetzgebung - von der wir alle eigentlich profitieren - trägt einen Teil zu dieser Situation bei, da bei einer notwendig werdenden Kündigung von Mitarbeitern die Betriebszugehörigkeit letztlich mehr zählt als Qualifikation und Engagement.

Gründerzeit-Betriebe: In den 50er bis 70er Jahren machten sich im Zuge der Orgelreformen des Neobarock zahlreiche junge Orgelbauer selbständig. Diese Firmen konnten in einer Phase wachsen und erfolgreich werden, in der großer Wiederaufbaubedarf bestand und Geld bei den Kirchen in der Regel vorhanden war. Ein eigener Orgelstil konnte entwickelt und bei entsprechendem Geschäftssinn und den richtigen Kontakten auf dem stetig wachsenden Markt etabliert werden, eine wachsende Zahl von Pflegeverträgen stabilisierte das Unternehmen. Bei der Unternehmensstruktur orientierten sich die Neubetriebe gerne an den mittelständischen Vorbildern, aus denen sie häufig ja auch entsprangen. Langzeitqualität und künstlerischer Anspruch waren häufig nicht Kennzeichen der die Werkstätten verlassenden Produkte Manchmal reichte jedoch der Elan und das Charisma des Betriebsgründers gegen Ende des Neobarock noch aus, die Weichen in eine qualitätvollere Zukunft zu stellen. Der gegenwärtig stattfindende Wechsel von den Gründervätern der Nachkriegsgeneration auf die Söhne kann nun entweder einen Neuanfang bedeuten, der zuweilen jedoch am Misstrauen der „gebrannten” Kundschaft oder den Widerständen der alt gedienten Mannschaft scheitert. Genauso gefährlich ist es, wenn die Nachkommen nicht mit ähnlichem Charisma oder Verkaufstalent wie der Vater gesegnet sind.

Künstler-Betriebe: Die wenigen der in der Vor-Golf-Generation neugegründeten künstlerisch anspruchsvollen Werkstätten fristeten lange Zeit eher ein belächeltes Außenseiterdasein, bevor die allgemeine Hinwendung zur historischen Aufführungspraxis auch ihre Auftragsbücher zunehmend füllten. Die Motivation dieser Betriebsgründer unterscheidet sich nur wenig von derjenigen, die in den vergangenen Blütejahren des Neohistorismus überaus zahlreich den Schritt in die Selbständigkeit wagten: Sie sahen in der Werkstätte, die sie ausbildete, keine Chancen, eigene Ideen und Impulse eigenverantwortlich umzusetzen. Anstatt künftig auf Dauer Zuträgerarbeit beim Bau großer Orgeln in ihrem Lehrbetrieb im Schatten von Chef, Chefkonstrukteur und Chefintonateur zu leisten entschieden sie sich lieber für den Bau von eigenverantworteten Truhenorgeln und Positiven.

Der Preis ist hoch: Um überhaupt eine Chance zu haben, werden die ersten Aufträge unter den Selbstkosten bis hin zur Selbstausbeutung abgewickelt. Fast noch schlimmer: Durch den Auszug der in vollem Saft stehenden jungen Orgelbaugladiatoren bluten die Mutterwerkstätten aus, notwendige Impulse durch eine betriebsinterne Frischzellenkur bleiben aus. Die Dumping-Preise der Abtrünnigen beeinträchtigen den Wettbewerb - notwendige Investitionen in den größeren, kostenintensiven Werkstätten werden zurückgestellt, die Qualitätssicherung kann nicht weiter ausgebaut werden.

Sind schon die wirtschaftlich-strukturellen Rahmenbedingungen im Moment schwierig, gravierender noch wiegt die auch im Orgelbau grassierende Fantasie- und Perspektivenlosigkeit. Seit dem Niedergang des Neobarock feiert der Neo-Historismus fröhliche Urständ: Italienisch nach Frescobaldi, französisch a la Dom Bedos oder Cavaillé Coll, Orgeln streng nach Schnitger, Silbermann oder Sauer - auf dem Papier kein Problem. Die Beschriftungen auf den Registerknöpfen sind jedoch häufig die einzigen stimmigen Zutaten beim Historiengemälde. Ganz Verwegene komponieren aus oberschwäbischen Prinzipalen, osteuropäischen Flöten, mitteldeutschen Streichern und frankophilen Walcker´schen Zungen (aber bitte vor 1850!) ihr Orgel-Lieblingsgericht und ziehen missionierend mit ihren beglückenden Selbsterfahrungen durchs Land. Französisch-sinfonische Konzepte findet man in Räumen mit Turnhallen-Akustik -zwar zur Freude der kaufmännischen, sicherlich nicht zur Zufriedenheit der künstlerischen Abteilung des ausführenden Orgelbaubetriebes. Das Wissen und Verstehen um Zusammenhänge findet man selten, dafür häufiger Eiche massiv in feuchten Flußauen-Kirchen (bald mit wunderschönen Bleizucker-Ausblühungen) oder gespundete Windladen in zentral beheizten Altersheim-Kapellen.

Die heute wieder weit verbreitete Intonationsart mit hohem Winddruck, weiten Kernspalten und zahlreichen Kernstichen oder gefeilten Kernen befördert das Mittelmaß: Viele moderne Orgeln klingen meist ziemlich gleichmäßig (wichtig für die Abnahmeprüfung!) aber auf jeden Fall einfach nur noch laut. Viele Organisten verwechseln auch heute noch Qualität mit Quantität, was zwar unübersichtliche, häufig recht billige Registerfriedhöfe entstehen lässt aber leider keine beseelten Klangpretiosen.

Dabei sind die Voraussetzungen, erstklassige Instrumente herzustellen, noch nie so gut wie heute. Rohmaterialien wie Holz oder Zinn sind in ausgesuchter Qualität und ausreichend vorhanden - mit Ausnahme vielleicht von Zink- oder Kupferblechen, die nicht mehr in den Plattenbreiten der Großväter erhältlich sind (mit fatalen Folgen für 16- oder 32´-Pfeifen aus diesen eben für den Orgelbau erst wiederentdeckten Materialien). Technische Hilfsmittel wie PC oder CAD erleichtern Kommunikation, Konstruktion und Berechnungen. Motivierte, häufig junge Orgelbauer engagieren sich bis zur Selbstaufgabe in ihrem Beruf. Die Forschung eröffnet Zugänge zu einem schier unüberschaubaren Fundus von Quellen und Vorbildern für unterschiedlichste Orgelstile, die dank unbegrenzter Mobilität und Wegfall des „Eisernen Vorhanges” besucht und bewundert werden können. Die Fachverlage übertreffen sich mit Neuauflagen oder Erstausgaben von Orgelmusik aller Jahrhunderte und für alle Geschmäcker. Und nicht zuletzt hat die deutsche Gesellschaft ein immenses Vermögen angehäuft - es ist nur etwas anders verteilt als in früheren Jahrzehnten.

Es erstaunt, dass auch in Deutschland wieder Instrumente geplant und gebaut werden, die an die 100-Register-Grenze stoßen. Noch wird hier an der Schleiflade und der mechanischen Traktur festgehalten, obwohl bei einer solchen Orgelgröße die Nachteile und der Aufwand bei diesem System bekanntlich größer sind als die Vorteile. Hier könnten sich Betriebe profilieren, die bewährte Industrietechnik (Stichwort: BUS-System) und klanglich-spielerische Variabilität und Freizügigkeit auf höchstem Niveau verknüpfen und dadurch Wegbereiter zumindest auf dem europäischen Markt werden.

Segensreich könnte auch die vermehrte Bildung bei Arbeitsgemeinschaften bei größeren Orgelprojekten sein. Die Kompetenzen sind in den verschiedenen Werkstätten unterschiedlich verteilt - die eine Firma liefert anerkannt gute Entwürfe, die andere baut bekannt hervorragende Mechaniken, die dritte beschäftigt einen exzeptionell begabten Intonateur: Weshalb sollten diese drei sich nicht fallweise zusammentun, wenn es um die Realisierung eines besonderen Projektes gehr. Auch große Zulieferer halten zuweilen Kompetenzen bereit, die manchmal nur verschämt in Anspruch genommen werden - und öffentlich schon gar nicht. Es ist Zeit, dass die Aura des „hier ist alles vom Chef handgeschnitzt” allmählich in den Köpfen von Auftraggebern und Auftragnehmern gleichermaßen etwas verblasst.

Nach wie vor ein Zeichen von zweitklassiger Qualität ist der Typus „Serienorgel”, nur noch übertroffen vom Begriff „Fabrikorgel”. Dabei weiß die Forschung längst, dass Denken in Systemen und Modellen den größten Meistern vertraut war und zu hervorragenden Ergebnissen führte. Hier liegt ein großes ungenutztes Potential, etwa preiswerte Orgeln für Räume herzustellen, die bislang noch keine besaßen: Gemeindezentren der Beton- und Fertigbauära, Friedhof-, Krankenhaus-, und Kapellen von Altenzentren. Die Eitelkeit mancher Planer und Entwerfer, jedes Rad immer neu erfinden zu wollen, hemmt eine Entwicklung wohl am meisten. Warum ist es verpönt, die bewährte Technik und Gehäuse einer Kleinorgel kostengünstig in einer Werkstätte herstellen zu lassen, Pfeifenwerk und Intonation jedoch von anderen?

Die Stärken des dualen Ausbildungssystems in Deutschland zwischen Betrieben und der international anerkannten Fachschule für Orgelbau in Ludwigsburg müssen genutzt und gefördert werden. Immerhin gibt es hierzulande noch eine Meisterprüfungsordnung, die ein Mindestmaß an fachlicher und unternehmerischer Kompetenz zur Führung eines Betriebes voraussetzt, auch wenn der Meisterbrief im Einzelfalle zuweilen bei Neckermann gekauft als durch besondere Kenntnisse erworben zu sein scheint, beziehungsweise die Bundesregierung den Meisterzwang im Orgel- und Harmoniumbauerhandwerk gerade abschaffen möchte.

Überlebenswichtig für hoch stehenden, international anerkannten Orgelbau in Deutschland wird sein, qualifizierten Nachwuchs besser als bisher an die Mutterbetriebe zu binden. Dabei spielt eine attraktivere Vergütung sicherlich eine Rolle, mehr noch vermutlich eine Abwendung von verkrusteten hierarchischen Erbhofstrukturen hin zu Teams, deren Zusammensetzung die besondere Kompetenz für das jeweilige Projekt widerspiegelt. Nicht zu unterschätzen ist in diesem Zusammenhang die öffentliche Wertschätzung der Projektverantwortlichen: Bei der Einweihung vertritt das Team die Werkstatt, welches auch den Beitrag für die Festschrift schreibt.

Mehr denn je gilt es, das Interesse für die Orgel, ihre Geschichte, ihren Bau und für ihre Musik in unserer Gesellschaft wieder zu wecken. Orgelmuseen, Orgelsommer und -herbste, die Gesellschaft der Orgelfreunde und andere leisten hier zum Teil schon seit Jahren eine wichtige Arbeit. In Zukunft muss sich der Orgelbau selbst verstärkt in eine positive Öffentlichkeitsarbeit einbringen. Es nutzt nichts, darüber zu jammern, dass bei einer Reinigung oder Generalüberholung, zum Teil auch beim Neubau, sich niemand aus der Gemeinde auf der Orgelempore sehen lässt (teilweise erscheinen dort sogar die nebenamtlichen Organisten oder die Pfarrer nicht); stattdessen könnte die Orgelbaufirma der Gemeinde ein fertiges Programm für einen „Orgelnachmittag” vorlegen, der auf Kinder samt Anhang oder Senioren zugeschnitten ist. Wenn die Verantwortlichen in der Gemeinde sehen, dass hier mit wenig eigenem Aufwand die Kirche zu füllen ist, stimmen sie sicherlich gerne zu. Mit einem solchen Projekt kann sowohl die Generation angesprochen werden, die heute Orgelprojekte finanziert oder zu finanzieren in der Lage wäre als auch die, die hoffentlich künftig die in der Orgel verborgene Faszination weiter trägt. Professionelle Öffentlichkeitsarbeit kann nicht von jedem Betrieb geleistet werden - hier sind stellvertretend die Verbände gefragt - einmal, um Material zur Verfügung zu stellen, zum anderen, um selbst Präsenz auf kirchennahen Messen und Großveranstaltungen zu zeigen.

Deutschland besitzt ein reiches Erbe an geschichtlichen Zeugnissen - auch im Bereich des Orgelbaus. Aus aller Welt finden sich Organologen, Wissenschaftler, Organisten und Orgelbauer ein, um dieses Erbe zu studieren und aus ihm zu lernen. Mit der größte Vorteil einer Orgelkultur, die auf musikalischen wie technischen Vorbildern und ihrer Evolution beruht, ist die räumliche und emotionale Nähe zu diesem Erbe. Nicht ohne Grund gibt es hierzulande eine ganze Reihe von Organisationen und Einrichtungen, die sich intensiv mit Orgelbaufragen beschäftigen. Neben der oben bereits genannten GdO und dem BDO sind dies zum Beispiel die Vereinigung der Orgelsachverständigen Deutschlands (VOD), die Internationale Arbeitsgemeinschaft für Orgeldokumentation (IAOD), eine Abteilung des Fraunhofer-Instituts, die Sektion „Musikinstrumente” im Deutschen Restauratorenverband (DRV), zahlreiche Akademien, Fachbereiche von Hochschulen, Vereine mit zum Teil internationalem Anspruch, Verlage und Agenturen. Ein Ziel könnte sein, diesen Flickenteppich einzelner Spielwiesen zu vernetzen, Synergieeffekte zu nutzen und politischen Einfluss zu gewinnen. Der deutsche Orgelbau hätte vor diesem Hintergrund ein hohes Potential, sich erneut auf seine große Tradition zu besinnen und könnte weiterhin Impuls gebend die weltweite Orgelkultur beeinflussen. Offene Grenzen und ein vereintes Europa sind Garanten dafür, dass dies nicht zur Zementierung neuer Nationalstile sondern zu einem lebendigen Austausch mit anderen Kulturlandschaften führt.

MK, Siegen 2001


 
(Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr. Martin Kares, Karlsruhe.)
 
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